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Arbeitsreicher Tag in der Sauna

Der Plan war: Ausschlafen - gemütlich frühstücken - anziehen - um 11 Uhr irgendwann losfahren.
Die Realität war: Ausschlafen - gemütlich frühstücken - beim letzten Bissen: Anruf vom Bauleiter, Putzer stehen vor der Tür, haben keinen Schlüssel - in die Klamotten springen, das Nötigste zusammenpacken - sofort loshetzen.

 

Aber gut, dass wir so früh losgekommen sind, da die Arbeiten, für die wir 3-4 Stunden gerechnet hatten, 8 Stunden dauerten. 1/2 11 bis 1/2 7 auf der Baustelle und das bei Saunatemperaturen - kein Spaß. Besser als frieren? Ach nö, genauso mies.

27 °C bei 58 % Luftfeuchtigkeit (nach dem Lüften ging die Luftfeuchtigkeit herunter auf 45 %, auch die Temperatur, deshalb dürfen wir das nur kurz machen, weil die Trockner sonst nicht so viel wegschaffen, wenn es zu kalt wird).

 

 

 

1. Aufgabe: Wand oben zuende rigipsen.
So sah sie vorher aus. Die Bänke und Tische, die hier oben noch auf den Balken liegen, haben wir nun im Schlafzimmer (unseren neuen Aufenthalts- und Ausruhraum) aufgestellt.

Dann kamen die Zuschnitte der Rigipsplatten und die Vorarbeiten für die Steckdose.

Noch eine kleine Tücke: Die linke von den Trockenbauern gefertigte Wand hatte eine Lunke von 1 cm, aber nur oben und nur in der Mitte der Wand...

Irgendwann war auch unsere Wand dann fertig.

Sven hat dann noch alle Leerdosen für die Steckdosen und Lichtschalter eingebaut, während ich unten alles blitzblank gefegt habe.

Nun kann der Maler oben am Dienstag loslegen, alles fertig, auch oben alles sauber.

 

Leider sahen wir draußen noch ein kleines Malheur. Unter dem Überstand waren viele Wassertropfen.
Wir konnten uns nicht erklären, wo sie herkommen.

Auch das Holz war schon ganz nass und auch die Dämmwolle unten, wo einmal die Tür hinsoll.

Bis Sven in die Abseite hineinging und sah, dass auch die Planen ganz nass sind. Der Übeltäter war wohl nicht der Schneeregen, sondern der Estrich, dessen Feuchtigkeit nicht entweichen konnte, weil alles dicht war. 

Wir haben dann die Planen aufgelassen und zur Seite geklebt, damit der Wind es trocknen kann.

 

Apropos trocknen.
Die Räume unten sind schon ganz vorzüglich getrocknet.

Nur noch über den Fenstern, wo sich die Rollädenkästen befinden, ist es noch feucht.
Und im HWR die Decke noch ein bisschen

Auch im Gästebad

Und im großen Bad. Und in den 3 Räumen sind auch die Fenster unten tropfnass, in den übrigen Räumen ist alles knochentrocken (oberflächlich betrachtet). Natürlich ist immer noch viel Feuchtigkeit vorhanden in den tieferen Schichten, aber die Trockner laufen ja auch erst eine Woche. Dafür ist das Ergebnis wirklich zufriedenstellend.

 

2. Aufgabe: LED-Bänder in den Nischen im Bad anbringen. Da war es mittlerweile schon 15:40 Uhr geworden und draußen schneite es schon wieder wie verrückt. Wir wollten bis höchstens 17 Uhr machen, es wurde dann aber weit nach 18 Uhr.

1. Tücke war die Abdeckung der Lichtleisten, die sich nicht mit der Stichsäge schneiden ließ, weil sie wie eine Eierschale sofort irgendwo brach.

Also mit dem Teppichmesser von allen Seite ganz vorsichtig anritzen und dann über einer Kante abbrechen, wie feinstes, dünnstes Porzellan.

2. Tücke, dass Sven 3 Hände bräuchte, ich nicht seine 3. Hand sein konnte, weil ich erstens keinen Platz neben ihm hatte und zweitens die Lampe ganz hochhalten musste, damit sie keinen Schatten auf die zu lötenden Minikabel warf.

3. Tücke, beim 2. Kabel hatte Sven es endlich fertig gelötet, aber den Schrumpfschlauch vergessen, vorher drüber zu ziehen, also nochmal wieder ab - wir haben ja Zeit...

4. Tücke, wir mussten irgendwelche passenden Hölzer suchen, die wir unter das Leuchtband stellen konnten, um es zu fixieren, wenn wir es angeklebt haben.

5. Tücke, der Montagekleber war noch im Auto und eiskalt und somit härter, als normal. Wir mussten ihn erstmal ein bisschen wärmen und dann konnte Sven ihn mit aller Kraft Stück für Stück auf die Leiste quetschen. Dann hielt er aber sofort, wie Bombe, ohne dass man ihn unterstützen musste.

6. Tücke, als der Leuchttest zu unserer Begeisterung verlief, fiel Sven ein, dass die Mosaikfliese ja hinter das Leuchtband passen muss und nicht drunter. Es war kein Abstand zur hinteren Wand!!! Er schaffte es aber mit viel Schweiß, das ganze 1 cm nach vorne zu holen. Dann unterstützten wir es aber lieber, damit es auch an seinem Platz blieb.
Und so sieht nun das wunderbare Ergebnis aus, das mit den glitzernden Mosaikfliesen später noch toller aussehen wird.

Zur rechten Seite in der Dusche und überm WC hatten wir keine Kraft und Lust mehr.

 

Draußen schneite es seit Stunden und wir wollten nur noch nach Hause.
So sah es aus, als wir kamen und zwischendurch.

 

Und so fies war die Rückfahrt.

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